Zeitzeugen sind lebendige Archive. Sie machen Geschichte spürbar. Kein Dokument kann ihre Erinnerungen und Perspektiven ersetzen, denn sie verleihen Vergangenheit Leben und Authentizität. Zeitzeugen erzählen nicht nur, was passiert ist, sondern wie es sich angefühlt hat.
Für das History Marketing sind Zeitzeugen deshalb von unschätzbarem Wert. Sie schaffen zentrale Faktoren, die historische Inhalte glaubwürdig und anschlussfähig machen:
• Authentizität: Persönliche Erinnerungen erzeugen Glaubwürdigkeit und Vertrauen.
• Emotionalität: Erlebte Geschichten berühren und bleiben im Gedächtnis.
• Perspektivenvielfalt: Zeitzeugen ergänzen offizielle Narrative um individuelle Sichtweisen.
• Identifikation: Zuhörer und Leser erkennen sich in Lebenswegen, Entscheidungen und Zweifeln wieder.
Mithilfe von Zeitzeugen wird Geschichte nicht abstrakt erzählt, sondern menschlich – und damit relevant für Gegenwart und Zukunft.

Wo findet man Zeitzeugen?

Oft beginnt es mit einer einzelnen Person: einem dem Unternehmen bekannten Zeitzeugen, etwa einer ehemaligen Geschäftsführerin oder einem Mitarbeiter im Ruhestand. Daraus entwickelt sich nicht selten ein Schneeballsystem aus persönlichen Netzwerken, Empfehlungen und Hinweisen.
Auch Chroniken, alte Dokumente oder Fotografien enthalten wertvolle Verweise auf mögliche Zeitzeugen. Zusätzlich können Aufrufe über interne Kontaktverteiler, Kundenmagazine oder die Lokalpresse helfen, bislang unbekannte Stimmen sichtbar zu machen.
Manchmal gleicht die Suche nach geeigneten Zeitzeugen detektivischer Arbeit. Vor allem dann, wenn bereits verstorbenen Personen ein Porträt gewidmet werden soll. In diesen Fällen gilt es, Angehörige oder Wegbegleiter ausfindig zu machen – gelegentlich führt der Weg dabei auch zu Archiven oder Behörden.

Zuhören beginnt vor dem Interview

Ein gutes Zeitzeugeninterview beginnt lange vor dem ersten Gespräch. Sorgfältige Vorbereitung ist entscheidend:
• Recherche: Historischen Kontext und relevante Ereignisse kennen.
• Leitfaden statt Fragekatalog: Offene Fragen lassen Raum für Erinnerungen.
• Rahmen klären: Dauer, Ort, Aufzeichnung und spätere Nutzung transparent machen.
• Vertrauen aufbauen: Ein Vorgespräch kann Hemmschwellen abbauen, ebenso eine vertraute Atmosphäre ohne Zeitdruck.
• Freigabe der Inhalte: Texte, die auf den Aussagen der Zeitzeugen basieren, werden selbstverständlich zur Freigabe vorgelegt.

Zeitzeugen schenken etwas sehr Persönliches: ihre Erinnerungen. Das verlangt Respekt, Sensibilität und Sorgfalt. Anders als bei einem klassischen journalistischen Interview ist das Zeitzeugeninterview eher eine intime Unterhaltung. Der Zeitzeuge bestimmt das Tempo und entscheidet, was er oder sie preisgeben möchte.

Gutes Zuhören ist dabei essenziell. Denn oft sind es die Nebensätze, Abschweifungen oder scheinbar beiläufigen Erinnerungen, in denen sich die wertvollsten Geschichten, Deutungen und Verweise verbergen.

Seit wann gibt es Ihr Unternehmen oder Ihren Verein? Sicherlich haben Sie wie die meisten Leute eine klare Antwort darauf. Gottseidank – schließlich gibt das Gründungsdatum wichtige Auskunft über die Erfahrung und Stabilität eines Unternehmens. Als Geburtsstunde gilt meist das Datum, an dem ein Unternehmen offiziell gegründet wurde und seit dem es rechtlich existiert. Auf welch wackeligen Beinen solch ein „Geburtstag“ manchmal steht, wird spätestens klar, wenn sich jemand (wie wir für unsere Jubiläumsmedien) etwas tiefer damit beschäftigt. Was gilt in Ihrem Unternehmen oder Verein als Gründungsdatum? Der Eintrag ins Vereins- oder Handelsregister? Eine Vertragsunterzeichnung oder Eröffnung? Oder auch ein Handschlag zwischen Geschäfts-oder Sportsfreund*innen? Besonders schwierig ist es auch, wenn es im Laufe der Geschichte zu Zusammenschlüssen und/oder Verkäufen von Firmen kam. Es lohnt sich mal genauer hinzugucken, denn jedes Unternehmen, jeder Verein geht damit individuell um – wie auch bekannte deutsche Marken beweisen.

BMW richtet sein Gründungsdatum, den 7. März 1916 nach der Gründung der Bayerischen Flugzeug-Werke AG (BFW). 1922 überträgt die BMW AG, die 1917 entstand und 1918 zur AG wurde, ihren Motorenbau samt Firmen- und Markennamen an die BFW.

Der Beiersdorf AG gilt das Datum der ersten Patentschrift des Apothekers Paul Carl Beiersdorf für ein Verfahren zur Herstellung medizinischer Pflaster, nämlich der 28. März 1882, als Gründungsdatum.

Der Aldi-Konzern setzt den 10. April 1923 als Gründungsdatum fest. An diesem Tag beginnt der Bäckergeselle Karl Albrecht mit Backwaren zu handeln.

Dass Gründungsdaten mal arg ins Wanken kommen können, wenn man mal genauer nachschaut, konnten wir selbst bereits erleben: Etwa bei der Umsetzung unseres Jubiläumsbuches für die „Baugenossenschaft Fuhlsbüttel“.
1940 verschmolzen auf Befehl der NS-Führung drei kleine Baugenossenschaften in Hamburg-Fuhlsbüttel zu einer. Man übernahm als Gründungsjahr der neuen Genossenschaft das der vermeintlich ältesten Baugenossenschaft, das Jahr 1924. Doch während der Recherche tauchte ein Kaufvertrag einer der anderen Baugenossenschaften auf. Dieser stammte bereits aus dem Jahr 1922 und verwies noch dazu auf eine Satzung vom Oktober 1921

Ähnliches erlebten wir beim Bankhaus „M.M.Warburg & CO“.
Immerhin seit 225 Jahren lang gilt 1798 als das Gründungsjahr. Richtig ist jedoch, dass in diesem Jahr der Name des Unternehmens entsteht. Vater Gumprich Warburg überschreibt seinen Söhnen Moses Marcus und Gerson sein Bankgeschäft und diese gründen es offiziell als „M.M. Warburg & Co.“. Das Warburgsche Geschäft aber ist weitaus älter, Vater Gumprich war bereits in sechster Generation tätig.

Unsere Kunden beließen ihre jahrzehnte- bzw. jahrhundertealte Jahre Tradition des „emotionalen“ Gründungsdatums. Was sagt uns das? Das Gründungsdatum erzählt mitnichten nur von juristischen Verträgen. Die Wahl des Datums ist emotional aufgeladen und lässt auch Aufschluss darüber, welche Werte und Errungenschaften des Unternehmens den Gründern wichtig waren.

Schwierige Kapitel gehören zur Unternehmensgeschichte

Ob problematische Umweltpraktiken, fragwürdige Finanzgeschäfte oder die Rolle in der NS-Zeit: Je länger die Geschichte eines Unternehmens oder Vereins zurückreicht, desto wahrscheinlicher finden sich Ereignisse, Personen oder Entscheidungen, mit denen man sich heute kaum identifizieren möchte.

History Marketing als Chance

Doch gerade diese Themen verdienen eine sorgfältige Betrachtung. Im History Marketing lassen sie sich gezielt und verantwortungsvoll aufarbeiten. Wer dunkle Punkte der Vergangenheit transparent in den Kontext von Unternehmens- und Zeitgeschichte stellt, zeigt Haltung. Für uns als Agentur ist das Auftrag und Anspruch zugleich: Wir möchten die Geschichte unserer Kund:innen authentisch und verantwortungsbewusst erzählen.

Die Balance in sensiblen Themen

Gerade die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit zeigt, wie anspruchsvoll dieser Balanceakt ist. Einerseits dürfen Täterfiguren, Ideologie und Symbolik nicht unreflektiert eine Bühne erhalten, andererseits müssen historische Verstrickungen sichtbar gemacht werden. Sorgfältig kontextualisiert können dazu auch Bilder mit NS-Symbolik oder Portraits belasteter Personen gehören.
Unternehmen und ihre Beschäftigten waren Teil der gesellschaftlichen Realität ihrer Zeit. Diese umfasst Opfer, Mitläufer:innen, Profiteur:innen und Täter:innen. Eine verantwortungsvolle Darstellung zeigt alle Facetten, ohne zu relativieren, und macht ein Unternehmen menschlich und glaubwürdig.

Regeln für die Aufarbeitung sensibler Quellen

Bei der Darstellung sensibler Themen sollten folgende Punkte beachtet werden:
• Materialien eindeutig zeitgeschichtlich einordnen.
• Namen und Funktionen transparent, aber sachlich erläutern.
• Bilder und Zitate kommentieren und historisch erklären.
• Herkunft von Dokumenten und Fotos nachvollziehbar machen.

Transparenz schafft Vertrauen

Die bewusste Aufarbeitung schwieriger Kapitel ist mehr als eine Pflicht – sie ist eine Chance. Wer schwierige Themen mutig, reflektiert und gut kontextualisiert aufarbeitet, positioniert sich als authentisch, lernfähig und glaubwürdig – und gewinnt dadurch langfristig Vertrauen und Respekt, bei Kund:innen, Mitarbeiter:innen und Partner:innen.

„Das liest doch keiner!“ ist ein Satz, den wir in Erstgesprächen manchmal von Kundinnen und Kunden hören, wenn es um Publikationen zu Jubiläen geht. Was stimmt, ist, dass kaum jemand ein Jubiläumsbuch, -magazin oder -broschüre zur Hand nehmen und am Stück von vorne bis hinten durchlesen wird. Darum geht es in unserer Arbeit jedoch auch nicht, denn:

 

  1. Eine Jubiläumspublikation ist kein typischer Lesestoff
  • Eine Jubiläumspublikation kein „Roman“, der von vorne bis hinten gelesen werden soll, sondern eher ein Nachschlagwerk und Erinnerungsstück.
  • Eine Jubiläumspublikation wird meist selektiv genutzt. Lesende blättern sie durch, lesen Abschnitte, die für sie persönlich relevant sind, und bleiben an Bildern oder Headlines hängen, die zum Lesen animieren.
  1. Eine Jubiläumspublikation ist Ausdruck von Identität und Tradition
  • Eine Jubiläumspublikation zeigt nach außen: „Wir haben eine Geschichte, zeigen sie mit Stolz und sind verlässlich, stabil und traditionsbewusst.“
  • Eine Jubiläumspublikation zeigt nach innen: „Wir sehen und würdigen die Menschen, die unsere Geschichte geschrieben haben.“
  1. Eine Jubiläumspublikation ist nachhaltig und langlebig
  • Während viele Marketingmaßnahmen (Social Media Posts, Anzeigen etc.) schnell verpuffen, bleibt eine Jubiläumspublikation langfristig greifbar und kann zum Beispiel  in Wartesituationen (im Foyer, im Wartezimmer, im Flur) oder in der Lobbyarbeit wertvolle Dienste leisten.
  • Eine Jubiläumspublikation wird immer wieder hervorgeholt und dient auch nach Jahrzehnten noch als kompaktes Archiv (etwa bei Folgejubiläen oder für Presse oder Historiker).
  1. Eine Jubiläumspublikation ist vielseitig einsetzbar
  • Ihre Inhalte lassen sich mehrfach verwerten: Website, Social Media, Kundenmagazin, Pressearbeit, Ausstellung. Die Publikation ist also nicht „Endprodukt“, sondern eine Art Baukasten für Inhalte. Denn aus einer Geschichte lassen sich Zitate, Bilder, Anekdoten für ganz unterschiedliche Kanäle ableiten.
  1. Eine Jubiläumspublikation ist ein emotionales Produkt und schafft Identität.
  • Geschichten und Menschen aus der Geschichte schaffen emotionale Nähe und Identifikation mit dem Unternehmen oder Verein. Fakten können das nicht leisten.
  • Eine Jubiläumspublikation zeigt Pioniere, Wendepunkte und Innovationen und präsentiert die Marke vielseitiger und lebendiger als etwa Slogans es können.

Geschichte zum Hören

Auch in unserer Freizeit beschäftigen wir uns gern mit Geschichte, denn die ist unterhaltend und lässt uns Menschen, Länder und Geschehnisse kennenlernen, ohne das Haus verlassen zu müssen. Ob beim Kochen, im Garten oder unterwegs: Podcasts bringen historische Ereignisse und Persönlichkeiten direkt ins Ohr. Unsere Lieblingspodcasts:

 

„Was bisher geschah…“

In „Was bisher geschah sprechen die Historiker Joachim Telgenbüscher und Nils Minkmar über die Dramen, Triumphe, Ereignisse und Persönlichkeiten der Geschichte, die unsere Welt geprägt haben und bis heute beschäftigen. Jede Woche werden auf unterhaltsame Art und Weise eine Vielzahl historischer Themen behandelt. Wir erfahren die Lebensgeschichten von Persönlichkeiten wie Gudrun Ensslin, Dschingis Khan und Coco Chanel und die Details zu historischen Ereignissen wie dem Untergang Pompejis, dem Ende des Zweiten Weltkrieges, dem Vietnamkrieg oder dem Nahostkonflikt. Letztere sind meist Reihen, die sich in bis zu fünf Folgen einem Thema widmen. Im Moment gibt es etwa 100 Episoden von jeweils ca. einer Stunde Länge. Joachim Telgenbüscher ist Redaktionsleiter der Magazine GEO Epoche und P.M. History, Nils Minkmar, Journalist der Süddeutschen Zeitung und früherer Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Meist erzählt Joachim Telgenbüscher, und Nils Minkmar ergänzt und kommentiert. Daraus ergeben sich informative und unterhaltsame Dialoge, auch mit dem einen oder anderen Seitenhieb aufgrund ihrer unterschiedlichen Altersklassen und Interessen außerhalb der Geschichte. Der Podcast ist auf Plattformen wie Wondery, Spotify, Apple Podcasts und RTL+ verfügbar.


„Geschichten aus der Geschichte“

Diesen Podcast gibt es bereits seit über zehn Jahren. Die Hosts, die Historiker Richard Hemmer und Daniel Meßner, sind heute hauptberufliche Podcaster. Ihre mittlerweile über 500 Folgen von jeweils einer ¾ Stunde Länge decken ein breites Spektrum an Themen ab, von vergessenen Ereignissen über außergewöhnliche Persönlichkeiten, bis hin zu überraschenden Zusammenhängen aus allen Epochen. Die Besonderheit: Daniel und Richard erzählen abwechselnd dem anderen eine „Geschichte aus der Geschichte“, ohne dass der Anderen vorher weiß, worum es geht. Daraus ergeben sich tolle Gespräche und viel Querverweise auf andere Folgen. Der Podcast landete 2020 unter den 20 beliebtesten deutschsprachigen Podcasts, 2021 wurde er des Jahres. 2023 erschien das Buch „Geschichten aus der Geschichte: Eine Reise um die Welt zu außergewöhnlichen Persönlichkeiten, vergessenen Ereignissen und sagenhaften Entdeckungen“ und die Historiker gehen sogar auf Tour. Zusätzlich gibt es monatlich sogenannte „Feedback-Folgen“, in denen die Hosts auf Rückmeldungen der Hörerschaft eingehen und weiterführende Informationen bieten. „Geschichte aus der Geschichte“ ist auf verschiedenen Plattformen wie Spotify, Apple Podcasts und über die offizielle Website verfügbar.

 

Es gibt noch viele weitere Podcasts wie zum Beispiel:

ZEIT Geschichte – Verbrechen der Vergangenheit

Eine Stunde History (Deutschlandfunk Nova)

Das Ziel ist im Weg (SWR2 Wissen History)

Déjà-vu Geschichte Podcast

Tatort Geschichte (BR)

WDR Zeitzeichen

GEO Epoche -Menschen, die Geschichte machten

Terra X History – Der Podcast

 

Was kostet das? In welchem Preisrahmen liegen Ihre Publikationen? Das ist oft eine der ersten Fragen unserer Kund*innen. Dass die Antwort „Das kommt darauf an“ nicht gerade befriedigend ist, wissen wir. Daher wollen wir diese Frage hier einmal so kurz wie möglich klären.
Generell gilt: Unsere Publikationen sind so individuell wie unsere Auftraggeber*innen und deren Unternehmen oder Vereine. Und damit sind es natürlich auch die Preise.


7 Punkte, die den Preis bestimmen:

1. Wunsch-Produkt: Was möchten Sie haben? Eine dicke Chronik für die Ewigkeit, ein Infoflyer, Schaubilder für das Jubiläumsfest oder eine Historie für die Website verursachen unterschiedliche Kosten. Wo bei dem einen Projekt viel Fleiß und Geduld in Recherche und Gespräche investiert wird, brauchen andere Projekte eher kreative Geistesblitze. 

2.    Vorhandenes historisches Material: Einige Unternehmen und Vereine verfügen über ein gut sortiertes Archiv an Text- und Bildquellen, einige haben nie gesichtete Kartons oder Ordner im Keller gelagert. Wieder andere haben gar keine Unterlagen aus ihrer Vergangenheit. Daraus ergeben sich unterschiedliche Zeitaufwände für die interne und externe Recherche.

3.    Zielgruppe/Intention des Projekts:
Ein Projekt, das sich ausschließlich an eigene Mitarbeitende, Kund*innen oder Mitglieder richtet, hat einen anderen Aufbau und Zeitaufwand als eines, dass etwa auch der Lobbyarbeit, Neukunden-/Mitglieder-Akquise oder auch der langfristigen Markenpflege dienen soll. 

4.    Größe des Unternehmens oder Vereins: Je größer ein Unternehmen oder ein Verein, desto mehr Abteilungen, Bereiche kann man – wenn gewünscht – quer durch die Geschichte betrachten und desto mehr Menschen können Anekdoten aus Vergangenheit und Gegenwart erzählen. Da lohnt es
sich Zeit zu investieren. 

5.    Alter des Unternehmens oder Vereins: Je länger die Geschichte, desto mehr Inhalte gibt es meistens, die aufgearbeitet oder recherchiert, aufgeschrieben und neu erzählt werden können. Grundsätzlich gilt: Auch für wenige Seiten sollte man sich immer die ganze Geschichte in Bildern, Texten und Akteuren angeschaut haben.

6.    Zuarbeit der Kund*innen und Mitarbeitenden: Tatsächlich nimmt das Projektmanagement, also die Abstimmung und Absprachen mit Auftraggeber*innen, einen Großteil unserer Arbeitszeit in Anspruch. Je mehr Zeit/Engagement und Struktur auf Kundenseite da ist, umso zügiger kann das Projekt umgesetzt werden. Außerdem gilt: Je spannender die Geschichten sind, die Mitarbeiter*innen, Ehemalige und Mitglieder erzählen können und wollen, desto reibungsloser können wir arbeiten.  

7.    Produktionskosten: Material, Umfang und Format des Produktes wirken sich natürlich auch auf den Preis aus. Soll z.B. ein großes Buch mit festem Einband in einer hohen Auflage und mit einer Veredlung im Druck produziert werden, ist das natürlich preisintensiver als der Druck eines Magazins mit Softcover-Einband.


 Nach einem ersten Gespräch können wir alle diese Punkte besser überblicken und damit auch einen realistischen Preis einschätzen. Das Beste: Ein Kennenlernen, bei dem wir gern auch Referenz-Projekte vorstellen, kostet nichts!

Seit etwa Mitte der 1990er ist das so genannte „History Marketing“ auch in Deutschland ein wichtiges Tool der Unternehmenskommunikation. Unternehmensinterne und -externe Marketing-, PR- und Werbefachleute nutzen Unternehmensgeschichte heute als festen Bestandteil ihres Kommunikations-Mixes. Ein professionelles History Marketing transportiert die Identität und Werte seines Unternehmens, schafft eine transparente, authentische Marke und fördert ein positives Image. […]

Für das große Ganze:
Die Vergangenheit ist immer und überall präsent. Geschichte umgibt uns, sie steckt in jedem Stein, in jedem Gebäude, Gegenstand und in jedem Lebewesen. Sie ist ein Teil von uns und wir sind ein Teil von ihr. Es gibt keine Gegenwart oder Zukunft ohne die Vergangenheit. Und wenn wir Geschichte betrachten, können wir genau das erkennen: das Gesamtbild in all seinen Zusammenhängen. Wir und unsere Lebenszeit sind darin als kleines Sandkorn im ganz großen Getriebe.

Für einen weiteren Horizont:
Durch immer neue Sichtweisen und Lebenswelten, ob der der eigenen Uroma oder der des römischen Feldherren, können wir Ereignisse und Probleme der Gegenwart in ihrer Vielschichtigkeit verstehen und uns auf diese Weise objektiver und reflektierter Meinungen bilden. Beschäftigen wir uns mit der Vergangenheit, nähern wir uns anderen Kulturen und Lebenswelten und erweitern unseren gewohnten Horizont.

Für viel neues Wissen:
Nebenbei eignen wir uns, wenn wir in die Geschichte eintauchen, ein breites Allgemeinwissen an, denn Geschichte berührt einfach alles: Ob Wirtschaft, Politik, Philosophie, Architektur, Kunst, Technik oder Naturwissenschaften.

Für mehr Toleranz und Demut:
Die Vergangenheit lehrt uns viel über uns selbst und kann uns helfen, bewusster zu leben. Unsere Geschichte stiftet unsere Identität, durch die Geschichte unserer eigenen Familie, unserer Stadt, unseres Landes, Gesellschaft und Kulturkreises und der heutigen Welt. Die Beschäftigung mit anderen Kulturen, Menschen, Perspektiven und Lebensweisen zeigt uns, dass diese Identität nicht die einzig wahre ist. Sie lehrt uns Toleranz und Demut: Wer kann schon von sich behaupten in der längsten Friedenszeit in der europäischen Geschichte zu leben?

Last but not least – Unterhaltung:
Geschichte bedeutet auch immer Geschichten! Die Vergangenheit hat definitiv Unterhaltungswert, seien es mutige Helden, sagenumwobene Orte, royale Intrigen oder alles verändernde Schlachten. Die Vergangenheit enthält alles, was ein fesselnder Roman oder Film braucht: tragische, skurille, humorvolle, romantische und überraschende Wendungen. Kurz: Geschichte unterhält und ist zutiefst menschlich und lebendig.

Also, warum brauchen wir Geschichte?
Wir lernen, warum wir und unsere Lebenswelt so sind wie sie eben sind. Mit dem Wissen um die Geschichte können wir lernen mit Toleranz und Weitblick die Zukunft zu gestalten – für nichts weniger als eine bessere Welt mit mehr Verständnis und weniger Krieg.